Grußwort von Herrn Bürgermeister von Kirchbach im Begleithefte
Ulrich von Kirchbach
Kontakt:
Kulturbürgermeister
Dezernat III Freiburg i. Br.
- Amt für Soziales und Senioren -
Herr Müller-Herzog (Suchtbeauftragter Freiburg)
App.: 3754
Grußwort
„Sucht und Sehnsucht“ - die Ausstellung des „Freundeskreises alkoholkranker Menschen“ greift die Themen Abhängigkeitserkrankung, Selbsthilfe, Nachsorge und die mit dieser Krankheit in Verbindung stehenden Sehnsüchte in Bildern und Skulpturen auf. Diese Ausstellung belegt, wie wichtig es ist, für Betroffene eine Anlaufstelle und vor allem geschützte Räume zu haben, die die Arbeit der Selbsthilfegruppe erst möglich macht.
Anlaufstellen für Betroffene sind heute und auf absehbare Zukunft hin ein sehr wichtiger Bestandteil der Suchtkrankenhilfe, denn eine Anlaufstelle ist - wie die Bezeichnung ausdrückt - oftmals die erste Stelle, die für Betroffene in den Blick kommt. In der Anlaufstelle für Alkoholkranke finden Erkrankte Information und erste Antworten auf ihre Fragen, aber auch Angehörige und Selbsthilfegruppen finden hier zusammen.
Niedrigschwellige Anlaufstellen wie der „Freundeskreis alkoholkranker Menschen“ haben für Betroffene deshalb in
unserer Stadt eine wichtige Aufgabe: Sie bieten „geschützte Räume“. Und gerade deshalb ist die Anlaufstelle für Alkoholkranke auch für Jugendliche in der Stadt Freiburg so wichtig.
Der „Freundeskreis alkoholkranker Menschen“ besteht seit 32 Jahren und ist ein unverzichtbarer Baustein der Suchtkrankenhilfe in der Stadt Freiburg.
Gegründet im Jahre 1979 von Anton Steiert und bis zu seinem Tode im Jahr 2007 von ihm geleitet, setzte der Freundeskreis auch unter seinem Nachfolger, Hans-Peter Kreft, die Arbeit kontinuierlich fort und bietet Hilfestellung für Betroffene und Mitbetroffene in vielfältiger Weise. Angebote wie beispielsweise ehrenamtliche Einzel- und Familienhilfe, Begleitung zur Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung, Rückfallvorbeugung
und Freizeitgestaltung sind kostenlose Hilfen, die die bestehenden professionellen Angebote in der Stadt ergänzen.
Diese Angebote sind in Freiburg vielfältig und wurden in den letzten zwei Jahrzehnten immer weiter entwickelt. Von der ambulanten Erstberatung über Selbsthilfegruppen und stationären Behandlung bis hin zu rehabilitativen Angeboten besteht ein breit gespanntes Unterstützungs- und Behandlungsnetz. Im „Freiburger Aktionskreis Suchtprophylaxe“ und im „Kommunalen Suchtkrankenhilfenetzwerk“, in dem sich auch die Mitglieder des Freundeskreises als Selbsthilfegruppe engagieren, findet eine auf kommunaler Ebene von allen Beteiligten mitgestaltete Fortentwicklung der Arbeit im Bereich Suchtkrankenhilfe statt.
Im Namen der Stadt Freiburg danke ich dem „Freundeskreis alkoholkranker Menschen“ für die bisher geleistete, wertvolle Arbeit und auch für die Gestaltung dieser Ausstellung - gemeinsam mit den Kooperationspartnern.
Ich wünsche Ihnen für Ihre weiteren Projekte und vor allem für die Ausstellung „Sucht - Suche - Sehnsucht“ viel Erfolg!